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Quedlinburger SV

Abteilung Handball.

Handball Spielberichte Herren

Handball Spielberichte Herren (9)

Das letzte Heimspiel vom Wochenende hatten unsere Männer gegen den SV Lok Oschersleben. Die Vorzeichen waren nicht klar, da wir nicht wussten ob Oschersleben mit genau der gleichen starken Truppe wie in den letzten Jahren antreten würde. Schnell stellte sich heraus, das Oschersleben von Ihrer Klasse nicht viel verloren hatte. In der ersten Halbzeit konnten wir jedoch einen zwischenzeitlichen 7-Tore-Vorsprung herausarbeiten. Als Grundlage diente eine starke Abwehrarbeit und ein schnelles Umschaltspiel. Jedoch schlichen sich ab der 25.Minute immer wieder viele Fehler ein, sodass der Vorsprung sich verkürztet bis zur Halbzeit. Nach Wiederanpfiff ging es soweiter wie Ende der ersten Halbzeit und die Partie blieb bis kurz vor Schluss spannend. Erst wenige Minuten vor Abpfiff konnten wir uns mit 4 Toren absetzen und das Spiel mit 27:23 (14:10) gewinnen. Unser Trainer David Weist ist mit der Leistung seiner Jungs zufrieden, jedoch ist diese noch ausbaufähig.

 Es spielten:

Kai Winkler(TW), Nico Walter(TW), Eric Grempler(1), Christian Leweling(6), Mathias Bollmann(6), Sascha-Patrick Hellmund, Vito Weinberg, Johannes Meusel(3), Florian Fricke(2), Erik Wilkerling(2), Yves Ballin, Steven Martinke(4), Konstantin Kamalev, Andre Glesmann(3)

Die Herrenmannschaft gewinnt ihren Saisonauftakt mit 31:28 (15:14) bei der Handball SpG Stahl Thale / SV 1890 Westerhausen. In einem spannenden und emotionen geladen Spiel trafen zwei gleich starke Mannschaften aufeinander die sich nichts schenkten. Aber unsere Männer blieben bei der vorgegebene Linie des Trainers David Weist und kämpften um jeden Ball. Es…

Quedlinburger SV - TSG Calbe II  26:25 (11:13)

 

Zweiter gegen Erster, Quedlinburg gegen Calbe, so hieß die Auftaktbegegnung zur Rückrunde in der Bodelandhalle. Die vielen Zuschauer bekamen ein echtes Spitzenspiel zu sehen. Von der ersten bis zur letzten Sekunde war Feuer in der Partie.

 

Die Gäste gingen als Favorit in die Partie und strotzten gerade in den ersten Minuten auch vor Selbstvertrauen. Schnell gingen sie mit 2:1 in Führung. Weder die Abwehr noch Torwart Kai Winkler fanden den richtigen Zugriff auf die Würfe von Felix Hergel. Auch im Angriff lief es beim QSV noch nicht rund. Erst beim dritten Versuch überwand der sonst so sichere Linksaußen Christian Leweling den starken Calber Torwart. Zum Glück traf Erik Wilkerling sehr sicher vom Punkt, so dass der QSV in der 17. Minute wieder zum 5:5 ausgleichen konnte. Doch die Freude währte nur kurz, denn wieder setzte sich die TSG über außen auf 5:8 ab. Erwin Roscher musste handeln und stellte die Abwehr um. Zudem wechselte er Phillip Muschalla in das QSV-Tor. Und der führte sich gleich  mit einem gehaltenen Siebenmeter ein. Johannes Meusel verkürzte auf 6:8. Eine Minute später kaufte Muschalla auch dem nächsten Schützen vom Punkt den Schneid ab. Schon jetzt war Riesenstimmung in der Halle. Wilkerling war nach dem Spiel darüber hocherfreut. „So eine Unterstützung haben wir lange nicht gehabt.“ Danach eine kuriose Situation. Mit einem völlig überraschenden Seitenwechsel auf Mathias Bollmann wurde die komplette Gästeabwehr ausgehebelt und mit 8:9 der Anschluss wieder hergestellt. Doch im Gegenangriff zog der Spitzenreiter davon eine Kopie, denn genau mit dem gleichen Spielzug wurde der alte Abstand wieder hergestellt. Die Gäste drehten jetzt voll auf. Trotz Unterzahl erhöhten sie auf 10:13 und nur ein weiterer gehaltener Strafwurf von Muschalla hielt den QSV in Schlagdistanz. Mit 11:13 ging es unter Beifall in die Kabinen.

 

Uwe Biermann, stellvertretender QSV-Chef, fand das Spiel schon jetzt super: „Die Gäste sind zwar etwas besser in ihrer Spielanlage, aber vor allem unser Torwart macht ihnen das Leben richtig schwer.“

 

Erst im vierten Anlauf war Calbe in der 35. Minute beim Strafwurf erfolgreich und legte ein 14:16 vor. Endlich kam auch Falko Leweling besser zurecht. In der ersten Hälfte war für ihn durch die engmaschige Abwehr kein Durchkommen, doch das änderte sich jetzt. In der 38. Minute konnten dann die QSV-Fans endlich wieder den Ausgleich durch Steven Martinke bejubeln und eine Minute später sogar die Führung durch Wilkerling. Calbe bekam den achten Strafwurf zugesprochen und Roscher schickte dafür Winkler ins Gehäuse. Prompt hielt dieser nicht nur den Siebenmeter sondern auch noch den Nachwurf. Andre Glesmann, wie immer vor allem ein Abwehrgarant, traf nach schöner Ballstafette zum 22:19. Schon in der 50.Minute glichen die Gäste durch ihren besten Spieler Hergel zum 22:22 aus. Bis zum 25:25 in der 58. Minute ging dieses Spielchen. Der QSV legte vor und Calbe glich aus. Dazwischen ließen die Spieler noch Riesenchancen aus oder Torwart Muschalla raubte den Gästespielern auch den letzten Nerv. Die Zuschauer standen reihenweise vor einem Herzinfarkt und die letzten 60 Sekunden setzten dem Spiel die Krone auf. Falko Leweling setzte sich mit einer Körpertäuschung durch und erzielte das 26:25. Noch standen 50 Sekunden an der Anzeigetafel. Tatsächlich kam Calbe sogar noch zu einer großen Möglichkeit, doch Muschalla hatte sein Tor zugenagelt. Diese Riesenparade zog den Schlussstrich unter das bisher wahrscheinlich beste Spiel seiner jungen Laufbahn. Nach dem Spiel zu seiner Leistung befragt war er sehr zurückhaltend: „Ich hatte einen guten Tag, doch es geht noch viel besser.“

 

Aufstellung: Winkler, Muschalla - F. Leweling (8/4), Bollmann(2), Kamalev, Meusel (4), Martinke (2), Glesmann (2), Ch. Leweling (4), Sorkalle, Wilkerling (4/2)

 

SG Stahl Blankenburg 1948 - Quedlinburger SV 27:28 (11:13)

 

Erwin Roscher, Trainer der QSV-Handballer hat es zurzeit nicht leicht! Meistens weiß er erst kurz vor dem Spiel, welche Spieler er zur Verfügung hat oder wer vor allem arbeitsbedingt absagen muss. So auch beim Gastspiel in Blankenburg. Doch ein erfahrener Mann wie Roscher lässt sich dadurch auch nicht aus der Ruhe bringen und muss eben nach anderen Lösungen suchen. So überraschte er mit seiner ersten Aufstellung nicht nur den Gegner, sondern auch sein eigenes Team. Erstmals stand Bruno Nisser auf Linksaußen von Anfang an auf der Platte, da der dort sonst gesetzte Christian Leweling auf die halbe Position einrücken musste. Ein gelungener Schachzug, wie sich im Laufe des Spieles herausstellen sollte.

 

Die ersten 20 Minuten verliefen komplett ausgeglichen. Mal lag der Gastgeber und mal der QSV mit einem Tor vorn. Torwart Phillip Muschalla zeigte was er auf dem Kasten hat. Gleich den ersten Strafwurf von Blankenburg entschärfte er. Diese Aktion, oder das gute Spiel von Nisser, brachten dem jungen QSV-Team, mit einem Altersdurchschnitt von knapp 23 Jahren wahrscheinlich das jüngste Quedlinburger Herrenteam aller Zeiten, die notwendige Sicherheit. Johannes Meusel brachte immer wieder die Kreisspieler Steven Martinke und Konstantin Kamalev in Position, was in dieser schmalen Halle durchaus nicht ganz einfach war. Eine schöne Einzelleistung von Geburtstagskind Mathias Bollmann brachte beim 6:8 erstmals eine Zweitore-Führung. Dieser Vorsprung konnte so auch mit in die Pause genommen werden.

 

Auch nach dem Wechsel hielt zunächst die Führung. Während Erik Wilkerling auf QSV-Seite die gegebenen Strafwürfe sicher verwandelte, konnte Muschalla drei von sieben halten! Doch so nach und nach schlichen sich Unkonzentriertheiten in das Quedlinburger Spiel ein. Andre Glesmann überraschte den Blankenburger Torwart mit einem verdeckten Wurf zum 19:20, doch dann konnten die einheimischen Zuschauer zunächst den Ausgleich und in der 48. Minute sogar die 23:21 Führung bejubeln. Roscher nahm die Auszeit und ließ fortan den Aufbauspieler des Gastgebers pressdecken. Trotzdem bestand bis zur 54. Minute der Vorsprung (27:25). Als dann auch noch Leweling nach der dritten Zeitstrafe vom Feld musste, befürchtete Roscher die Niederlage: „Da dachte ich, jetzt war alle Mühe umsonst.“ Doch das Team belohnte sich zum Glück danach selbst. Die Partie wurde immer hektischer. Die sehr konsequent pfeifenden Schiedsrichter aus Wernigerode schickten jetzt die Akteure reihenweise auf die Strafbank. Die numerische Überlegenheit nutzte der QSV eindeutig besser aus. Zweimal wurde den in Unterzahl spielenden Blankenburgern der Ball abgeluchst und Nisser warf sicher zum 27:27 ein. Noch 40 Sekunden standen auf der Uhr. Völlig frei kam ein Stahl-Spieler zum Wurf, doch Muschalla hielt glänzend. Im Gegenangriff setzte sich Glesmann kraftvoll durch, so dass er nur durch ein Stoßen am Werfen gehindert werden konnte. Den fälligen Strafwurf verwandelte Wilkerling unter dem Jubel seiner Teamkollegen sicher. Die letzten Sekunden wurden noch über die Zeit gebracht und dann gab es ein großes QSV-Freuden-Knäul.

 

 

Aufstellung: Muschalla - Wilkerling (6/4), Glesmann (2), Martinke (4), Bollmann (1), Sorkalle, Ch. Leweling (4), Nisser (7), Brücke (2), Kamalev (1), Meusel (1)

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